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Neue TubeInspect Software Version 4.7

1. September 2011 - Pünktlich zur EMO 2011 in Hannover startet AICON den Vertrieb der neuen TubeInspect Software Version 4.7 mit neuen Funktionen. AICONs Modul TubeInspect NET zur Anbindung von Biegemaschinen, das Korrekturdaten automatisch an bis zu 100 gleichzeitig angebundene Biegemaschinen übertragen kann, wurde um ein Simulationsmodul erweitert. Auswirkungen verschiedener Korrekturvorschläge auf die Lehrenhaltigkeit können jetzt bereits vor dem Biegeversuch vorausberechnet und geprüft werden. Außerdem wurde das TubeInspect qs-Stat® Interface völlig überarbeitet und um neue wichtige Funktionen wie z. B. die Übertragung von Messergebnissen im AQDEF Format (Automotive Quality Data Exchange Format) ergänzt.

 

Der Anwender hat in der Simulation festgelegt, dass am Biegepunkt 8 keine Korrektur stattfinden soll. Die virtuelle Lehrenprüfung anhand dieser Vorgaben ergibt, dass auf diese Weise ein Schlechtteil produziert werden würde. Der Anwender muss also weiter an den Korrekturdaten arbeiten.

 

In der Simulation hat man den Korrekturwert für den Biegewinkel am Punkt 18 auf Null gesetzt. Die virtuelle Lehrenprüfung ergibt, dass diese Korrektur erfolgreich ist und ein Gutteil produziert würde.

Startbildschirm TubeInspect qs-Stat® Interface

TubeInspect NET – Schnittstelle zu Biegemaschinen

In der Produktion müssen Biegemaschinen immer wieder neu eingerichtet werden, z. B. bei Produktwechseln oder weil sich einzelne Materialchargen unterscheiden. Dank TubeInspects Schnittstelle TubeInspect NET nimmt das Einrichten der Biegemaschine jetzt nur noch wenige Minuten in Anspruch. Das hierdurch gewonnene Einsparpotential ist enorm. Mit TubeInspect NET lassen sich Korrekturdaten an bis zu 100 gleichzeitig angebundene Biegemaschinen übertragen. TubeInspect NET basiert auf einer offenen Schnittstellenbeschreibung, die allen Biegemaschinenherstellern kostenlos zur Verfügung steht. Mittlerweile unterstützen alle bedeutenden Hersteller die Möglichkeit, mit TubeInspect ermittelte Korrekturdaten in das CNC Programm ihrer Biegemaschine zu übertragen. Die Einrichtung der Datenübertragung ist nicht notwendig, da hierfür in der Regel das in Firmennetzwerken übliche TCP/IP Protokoll (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) verwendet wird. Sollte kein Netzwerk vorhanden sein, können die Korrekturwerte natürlich auch per Datenträger (z. B. USB-Stick) transferiert werden.

Das Einrichten einer Biegemaschine wird so zum Kinderspiel. Zunächst wird das zu korrigierende Rohrbiegeteil mit TubeInspect vermessen. Die Ergebnisse liegen in Sekundenschnelle vor. Nach einer kurzen Analyse der gemessenen Korrekturwerte startet der Anwender die Übertragung zur zuständigen Biegemaschine, wobei die Daten entweder 1:1 oder teilweise (z. B. nur Vorschubkorrekturen) und je nach Maschinenverhalten gedämpft (z. B. 70 %) verwendet werden.

Simulation von Biegekorrekturen

TubeInspect NET wurde jetzt um ein völlig neues Modul erweitert: Ein Simulationsmodell für Biegekorrekturen mit virtueller Lehrenprüfung. Nachdem das zu korrigierende Rohrbiegeteil mit TubeInspect vermessen wurde, erfolgt die Analyse der Ergebnisse durch den Anwender. Sollte sich der von TubeInspect ermittelte Korrekturvorschlag nicht auf der Biegemaschine einrichten lassen, da z. B. Kollisionen zu befürchten sind oder Vorschubkorrekturen bei flachen Bögen nicht sinnvoll sind, kann der Anwender jetzt interaktiv Veränderungen an den Werten vornehmen. Bisher war ein weiterer Biegeversuch einschließlich Messung erforderlich, um die neuen Einstellungen zu überprüfen. Jetzt führt das neue Simulationsmodul nach jeder Veränderung sofort eine virtuelle Lehrenprüfung für das Bauteil durch und präsentiert die Mantelabweichungen als anschauliches Balkendiagramm. Sofort erhält der Bediener eine Rückmeldung, wie sich die veränderten Parameter auf die Lehrenhaltigkeit auswirken. Erst wenn die richtigen Einstellungen gefunden wurden, erfolgt ein weiterer Biegeversuch an der Maschine. So entfallen künftig unnötige Biegeversuche, der Einrichte-Prozess wird weiter verkürzt und dadurch teures Material und wichtige Zeit gespart.

TubeInspect qs-Stat® Interface

Eine weitere Neuheit ist das völlig überarbeitete TubeInspect qs-Stat® Interface. Diese Software dient der Konvertierung von TubeInspect Messdaten für die weitere statistische Auswertung mit der qs-Stat® Software der Firma Q-DAS (www.q-das.de). Mit der neuen Schnittstelle können von TubeInspect erzeugte Serienmessdateien mittels einer Konvertierungssoftware in eine DFQ-Datei von Q-DAS umgewandelt werden. Dabei verwendet AICON eine Standard K-Feld Belegung. Die Hauptanwendung hierfür ist die Auswertung von Wiederholungsmessungen, wie sie z. B. bei Prozessfähigkeitsuntersuchungen anfallen.

Darüber hinaus ermöglicht das TubeInspect qs-Stat® Interface jetzt auch eine Übertragung von Messergebnissen im AQDEF Format. AQDEF steht für Automotive Quality Data Exchange Format und wurde von verschiedenen Automobilherstellern definiert. Es basiert auf dem ASCII Transferformat der Firma Q-DAS und dient vor allem der Übertragung von Einzelmessungen, die z. B. zur unmittelbaren Prozessüberwachung benötigt werden. Deshalb wird von den Messergebnissen nur das für die Prüfung der Verbaubarkeit relevante Merkmal „Mantelabweichung“, also das Ergebnis der virtuellen Lehrenprüfung, übertragen.

Sprechen Sie uns an!

Inhaber entsprechender Lizenzen und eines gültigen Softwarewartungsvertrages erhalten alle Neuerungen automatisch mit dem nächsten Softwareupdate. Auf der EMO Hannover präsentiert AICON diese erweiterte Schnittstelle zusammen mit der neuen TubeInspect Software Version 4.7 zum ersten Mal. Der AICON Messestand G65 befindet sich in Halle 5.

Möchten Sie mehr über die Neuerungen erfahren? Dann kontaktieren Sie Frau Miriam zur Mühlen: +49 531 58 000 921 oder miriam.zur.muehlen@aicon.de.


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